Swiss Broadcast Edition Volume 8
Label: Triston Master Recordings SCHOPPER Edition TMR-SE 0020
Gatefold cover, 180 Gramm Pressung
Original Mono Recording, 11. Januar 1958, Radio Bern. Erstveröffentlichung.
Violine: Max Rostal
Piano: Eugen Huber
Programm:
Seite A:
Brahms: Sonata No. 3 for Violin and Piano in D Minor, op. 108
1. Allegro (7:45)
2. Adagio (5:15)
3. Un poco presto e con sentimento (2:45)
4. Presto agitato (5:35)
Seite B:
1. Mozart: Adagio in E-Dur (7:05)
2. Mozart: Rondo in C-Dur (5:20)
3. Schumann: Intermezzo (3:00)
4. Paganini: Capriccio No. 20 (3:25)
Vinyl Schnitt: Simon Kummer von vinylaudio, Schweiz - www.vinylaudio.ch
Pressung: MEK Vinyl, Gossau, Schweiz - www.mekvinyl.ch
Produzent: SCHOPPER AUDIO, Jürg Schopper, Schweiz, - www.schopper.ch
Dieses Album ist eine exakte Reproduktion des originalen Mastertapes. Um die bestmöglichste Klangqualität zu garantieren wurden keinerlei digitale Geräte verwendet und Nachbearbeitungen vorgenommen.
Es handelt sich um eine handnummerierte limitierte Auflage von 250 Stück.
Auf Anfrage sind Testpressungen erhältlich.
Preis: auf Anfrage
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Review Rostal von Stephen Lee Hong Kong
Der aus Österreich stammende Max Rostal (1905–1991) war ein Violinist und Bratschist, der für seine vollendete Technik, seinen nuancenreichen Ton und für seinen exquisite Reinheit gefeierten Stil bekannt war.
In seinen frühen Jahren studierte er bei dem berühmten ungarischen Geigenpädagogen Carl Flesch. Anfang der 1930er Jahre wurde er Professor an der Universität der Künste in Berlin. Später zog er nach London, wo er häufig für die BBC auftrat und internationale Tourneen unternahm, wodurch er sich den Titel „renommierter britischer Geiger” verdiente. Aus gesundheitlichen Gründen kehrte er Ende der 1950er Jahre in den deutschsprachigen Raum zurück und nahm eine Professur an der Musikhochschule Köln an, bevor er sich in der Schweiz niederließ.
1958 spielte er auf Einladung von Radio Bern Brahms' Sonate Nr. 3 in d-Moll, Mozarts Adagio in E-Dur und Rondo in C-Dur, Schumanns Intermezzo und Paganinis 20. Caprice. Das Schweizer Label „Triston“ erwarb das Original-Masterband seiner Aufführung vom Januar 1958 für Radio Bern und presste es auf Vinyl, wodurch es außerordentlich wertvoll wurde.
Wenn man sich die erste Seite der Platte, Brahms' Sonate Nr. 3 in d-Moll, anhört, offenbart der erste Satz sofort sein Tremolo als zutiefst ausdrucksstark, rhythmisch knackig, die Musik scheint geradezu aus seinem Bogen zu springen. Der letzte Satz, „Agitato”, mit seinem lebhaften Rhythmus, der oft als eigenständiges Stück gespielt wird, strahlt eine Heifetz-ähnliche Brillanz aus.
Die zweite Seite präsentiert die Eleganz von Mozarts Adagio, die Leichtigkeit des Rondos, die bekennende Qualität von Schuberts Intermezzo und Paganinis Caprice. Diese Stücke unterstreichen nicht nur Max Rostals außergewöhnliche Kunstfertigkeit, sondern fangen auch das einzigartige Improvisationsgefühl einer Live-Aufführung ein. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass jedes Werk eine reiche Ausdruckskraft aufweist und absolut fesselnd ist. Besonders hervorzuheben ist die Klavierbegleitung von Eugen Huber. Der ungarische Pianist, der gelegentlich Werke für andere komponierte oder Stücke für bestimmte Programme schuf, bietet hier eine perfekt abgestimmte Begleitung für die Violine. Seine seltene Qualität liegt in seiner nahtlosen Harmonie mit Max Rostal, indem er den sich ständig verändernden rhythmischen Schwankungen genau folgt und gleichzeitig seine Meisterschaft durch zurückhaltende Finesse unter Beweis stellt.
In den 1950er Jahren verwendete Max Rostal häufig zwei renommierte Instrumente: eine Guarneri del Gesù und eine Stradivari – genau das Instrument, das heute von Zhao gespielt wird. Um ehrlich zu sein, ist es heute äußerst selten, diese einzigartig klingende, heute unbezahlbare frühe Stradivari (1697 – Stradivarius Max Rostal Ex) zu hören, genau das Instrument, das Max Rostal zu Lebzeiten spielte. Es besitzt einen unverwechselbaren, leuchtenden und sanften Klang, der Dichte mit bemerkenswerter Projektion verbindet. Da die Aufnahme nach der Ausstrahlung archiviert wurde, war sie über ein halbes Jahrhundert lang unzugänglich. Nun hat das Schweizer Label Triston, das sich auf die Entdeckung wertvoller Aufnahmen spezialisiert hat, eine authentisch klingende Vinylpressung für Audiophile produziert, die weltweit auf nur 250 Exemplare limitiert ist! Anspruchsvolle Kenner haben nun die Möglichkeit, den wahren Klang dieses unschätzbaren Instruments und die erstklassige Darbietung durch diese originalgetreue Reproduktion zu genießen.
Review Rostal von Ernest Lau, JulI 2026
Auch wenn diese Rezension etwas verspätet erscheint, bin ich davon überzeugt, dass gute Musik den Test der Zeit besteht. Ich habe mir die Platte schon oft angehört, und meine einzige Sorge ist, dass sie nur in einer streng limitierten Auflage von 250 Exemplaren erschienen ist. Während ich diese Zeilen schreibe, frage ich mich: „Ob man sie wohl noch kaufen kann?“ Wie dem auch sei – ein gutes Werk sollte nicht in Vergessenheit geraten.
Die limitierte Vinyl-Schallplatte „Max Rostal Violin Recital – Swiss Broadcast Edition Volume 8“, eine gemeinsame Veröffentlichung des Schweizer Hi-Fi-Labels Triston Master Recordings und von Jürg Schopper, enthält die Live-Aufnahme des legendären Geigenvirtuosen Max Rostal und des Pianisten Eugen Huber vom 11. Januar 1958 bei Radio Bern. Diese Aufnahme erscheint nun zum ersten Mal überhaupt auf dem Markt. Für Liebhaber klassischer Musik und Sammler historischer Aufnahmen ist dies zweifellos ein Schatz, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
Max Rostals Spielstil zeichnet sich durch Präzision, Rationalität und eine makellose Bogenführung aus. In den Brahms-Sonaten auf Seite A zeichnet sich Rostals Klang durch eine außergewöhnliche Dichte und Fülle aus. Mit präzisen Linien und einer äußerst spannungsreichen Phrasierung bringt er die tiefe, melancholische und zugleich gewaltige Innenwelt von Brahms’ Spätwerk perfekt zum Ausdruck.
Auf Seite B zeigt Mozart eine reine, elegante Phrasierung; während die äußerst anspruchsvolle 20. Caprice von Paganini erneut beweist, dass er selbst bei einer Live-Übertragung im Rundfunk über eine eiserne Technik und Präzision verfügt. Die Begleitung des Pianisten Eugen Huber tritt nicht in den Vordergrund, unterstützt die Violine jedoch harmonisch; der Dialog zwischen den beiden verläuft äußerst flüssig und zeugt von einer hohen musikalischen Harmonie.
Obwohl es sich bei dieser CD um eine Mono-Aufnahme handelt, sind die „Räumlichkeit“ und die „Klangbilddarstellung“ sehr ausgeprägt. Die Textur des Bogenstrichs, die Resonanz des Instrumentenkorpus sowie die Autorität des tiefen Registers des Klaviers wirken äußerst realistisch, als hätte man die Musiker direkt in den eigenen HiFi-Raum eingeladen.


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