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Snitkovsky 1

 

Armenian Radio Archive Volume 1

Label: Triston Master Recordings SCHOPPER Edition TMR-SE 0025
180 Gramm Pressung
Diese originalen Mono- and Stereo-Aufnahmen entstanden 1961 in der ehemaligen Sowjetunion.

45 RPM-DLP

 

 

 

 

 

 

Cello: Pierre Fournier
Piano: Naum Walter

Programm:

Seite A (Stereo):
1. Debussy: Prelude (02:37)
2. Stravinsky: Russian Song (03:24)
3. Bloch: Nigun (06:28)

Seite B (Stereo):
1. Faure: Elegy (06:37)
2. Ravel: Habanera (02:42)

Seite C (Mono):
1. Debussy: Prelude (02:37)
2. Stravinsky: Russian Song (03:24)
3. Bloch: Nigun (06:28)

Seite D (Mono):
1. Faure: Elegy (06:37)
2. Ravel: Habanera (02:42)
Encore
3. Francoeur: Largo (01:49)
4. Francoeur: Allegro (02:07)

Vinyl Schnitt: Simon Kummer , vinylaudio, Schweiz - www.vinylaudio.ch
Pressung: MEK Vinyl, Gossau, Schweiz - www.mekvinyl.ch
Produzent: SCHOPPER AUDIO, Jürg Schopper, Schweiz, - www.schopper.ch

Dieses Album ist eine exakte Reproduktion des originalen Mastertapes. Um die bestmöglichste Klangqualität zu garantieren wurden keinerlei digitale Geräte verwendet und Nachbearbeitungen vorgenommen.

Es handelt sich um eine handnummerierte limitierte Auflage von 250 Stück. 

Preis:     LP                          CHF     90.00
                 Testpressung   CHF   190.00

Bitte bestellen Sie per e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Pierre Fournier Cello Recital - Von Band auf  LP - von Steff Bossert  

Draft   TMR SE0022 Vol 10 251110 A

Snitkovsky 2

TMR SE24 Fischlin  Jaeggi   Seite C

TMR SE25 Fournier 45 RPM Labels AB

TMR SE25 Fournier 45 RPM Labels CD

 

Review von Kenneth Woo, Juni 2026

Snitkovsky 1

In der Blütezeit des Cellospiels im 20. Jahrhundert wurde Pierre Fournier aufgrund seines eleganten, fliessenden Spielstils und seines feinen, vollen Klangs in der Musikwelt als „Aristokrat des Cellos“ gefeiert. Seine Aufnahmen umfassen sowohl die Mono- als auch die Stereo-Ära, und ob Studioaufnahmen oder Live-Mitschnitte – sie alle sind bei unzähligen Musikliebhabern heiss begehrt. In der Welt der Vinylsammler und der Erforschung historischer Aufnahmen ist Triston Master Recordings seit jeher ein Name, vor dem sich ultimative Vinyl-Enthusiasten und Liebhaber klassischer Musik verneigen. Dieses unabhängige Plattenlabel, das von dem renommierten Schweizer Vintage Laden Schopper intensiv unterstützt wird, widmet sich mit äusserst strengen handwerklichen Standards der Suche nach unveröffentlichten Original-Masterbändern von Radioaufnahmen aus aller Welt. Nun hat Triston eine Doppel-45er-Schallplatte mit dem Titel „Pierre Fournier – Cello Recital“ veröffentlicht, die Teil der ersten Ausgabe der legendären „Armenian Radio Archive“-Reihe ist. Das Album enthält wertvolle Soloaufnahmen des französischen Cellisten Pierre Fournier, die während seines Besuchs in der ehemaligen Sowjetrepublik Armenien zur Zeit des Kalten Krieges vom dortigen staatlichen Rundfunk aufgenommen wurden. Als erster Teil der Reihe, der Pierre Fourniers Solospiel vollständig präsentiert, wird diese Aufnahme nun auf einer Doppel-LP in höchster Qualität veröffentlicht, wodurch diese seit vielen Jahren in Vergessenheit geratene Rundfunkaufnahme wieder ans Tageslicht kommt. Dieses Album ist zweifellos ein akustisches Wunderwerk, das ein halbes Jahrhundert überbrückt, und wird zu einem Sammlerstück für Liebhaber historischer Aufnahmen und Cellomusikfans.
Diese legendäre Aufnahme entstand 1961, als Pierre Fournier gemeinsam mit dem sowjetischen Pianisten Naum Walter im Aufnahmestudio des armenischen Rundfunks diese legendäre Aufnahme einspielte. Das Besondere an dieser Plattenausgabe ist, dass die Stereoversion der Aufnahme auf der A- und B-Seite, die Mono-Version hingegen auf der C- und D-Seite zu finden ist. Das Programm umfasst Debussys „Préludes“, Strawinskys „Russische Lieder“, Blochs „Nigun-Improvisation“, Faurés „Élégie“ und Ravels „Habanera“. Auf der Mono-Seite B sind zusätzlich das „Andante“ und das „Allegro“ aus Francoeur „Cello-Sonate in E-Dur“ enthalten. Beim Anhören beeindrucken vor allem die hervorragende Unterdrückung des Grundrauschens und die vollständig erhaltene Dynamik. Da die Masterbänder seit über sechzig Jahren aufbewahrt wurden, weisen sie zwangsläufig Spuren der Alterung auf, doch bei dieser Aufnahme wurden diese historischen Spuren nicht durch moderne digitale Rauschunterdrückung geglättet. Bei aufmerksamem Hören sind zwar noch ganz leichte Bandgeräusche zu hören, doch diese überdecken in keiner Weise die Details in den leisen Passagen von Pierre Fournier oder sein leises Atmen. Die physikalischen Vorteile der 45er-Platte kommen hier voll zur Geltung: So beispielsweise der kraftvolle Anstieg in der Mitte des Höhepunkts von Faurés „Élégie“, wo sich das heftige Vibrieren des Resonanzkörpers des Cellos mit dem Nachhall des Klavierpedals vermischt – ohne jegliche Kompression oder Unschärfe, als würden Pierre Fournier und Naum Walter direkt vor einem spielen.
Dieses Album wurde von Jürg Schopper, dem Leiter von Schopper, persönlich produziert. Simon Kummer war für das Mastering verantwortlich, und die Masterplatte wurde im Schweizer Vinylaudio-Studio mit einem Studer C37 in Verbindung mit einem Neumann VMS-70/FloKaSon-Schneidesystem geschnitten. Schliesslich wurde bei der Schweizer MEK Vinyl GmbH ein Set aus zwei 180 gr Schallplatten mit 45 RPM gepresst. Die gesamte Verarbeitung erfolgte rein analog (AAA), ohne jegliche digitale Nachbearbeitung oder spezielle Effekte, um eine möglichst authentische Wiedergabe zu gewährleisten. Für Vinyl-Liebhaber ist dies ein äusserst seltenes Hörerlebnis. Die Stereo-Version vermittelt das Raumgefühl, das die sowjetische Aufnahmetechnik von 1961 einfangen konnte: eine klare linke-rechte Trennung zwischen Klavier und Cello, die zwar leicht raue Kanten aufweist, aber die akustische Transparenz der damaligen Aufnahme authentisch wiedergibt. Die Mono-Version hingegen bietet ein volleres Klangbild im Kern, eine direktere Saitenspannung und ein besseres Gefühl für die Berührung der Bogenstriche. Pierre Fournier, der für seinen samtigen Klang bekannt ist, klingt in der Mono-Version ohne räumliche Reflexionen und natürlichen Nachhall aussergewöhnlich rein und berührt den Zuhörer direkt im Herzen.
„Pierre Fournier – Cello Recital (Armenian Radio Archive Volume 1)“ ist Triston Master Recordings’ ultimative Hommage an das goldene Zeitalter der Analogtechnik, an grosse Musiker und an die vergessenen Archive der ehemaligen Sowjetunion. Durch die hohe Qualität der 45-U/min-Platte, den vollständig analogen Produktionsprozess und die limitierte, handgefertigte Auflage wird bewiesen: Selbst wenn die Aufnahmen aus nicht-mainstreamigen Aufnahmestudios stammen und der Zustand der Masterbänder nicht hundertprozentig perfekt ist, können historische Klangklassiker nicht nur bewahrt werden, sondern eine Ausdruckskraft entfalten, die zeitgenössische digitale Aufnahmen übertrifft – vorausgesetzt, die Produktion erfolgt mit der gebotenen Ehrfurcht und auf höchstem technischen Niveau. Für alle Cello-Liebhaber, Musikfans, die historische Aufnahmen schätzen, sowie Vinyl-Enthusiasten, die das ultimative analoge Klangerlebnis suchen, ist dieses Album ein absolutes Muss für die Sammlung. Zu guter Letzt sei noch darauf hingewiesen, dass dieses Album in einer limitierten Auflage von weltweit nur 250 Exemplaren erscheint – interessierte Musikfans sollten also schnell zugreifen.

©2026 Iceman

 

Review von Ernest Lau, Juni 2026

Snitkovsky 1

Pierre Fournier + Naum Walter: Ein natürlicher Klang, so warm und geschmeidig wie Jade

Diese Schallplatte mit der Katalognummer LC33268, veröffentlicht vom führenden Schweizer Audiophilen-Label Triston Master Recordings, enthält äußerst seltene, bisher unveröffentlichte Aufnahmen, die der „Prinz des Cellos“ Pierre Fournier und der Pianist Naum Walter im Archiv des armenischen Rundfunks eingespielt haben.
Dieses Doppel-LP-Set mit 45 U/min bietet im Vergleich zu Standard-Schallplatten mit 33 U/min einen überragenden Dynamikbereich, mehr Detailreichtum und eine bessere Ausdehnung sowohl im hohen als auch im tiefen Frequenzbereich. Seite A und Seite B sind Zweikanal-Stereoaufnahmen, während Seite C und Seite D Mono-Versionen derselben Titel wie auf A und B sind; Seite D enthält zudem zwei Zugaben von Francoeur: das Largo und das Allegro.
Pierre Fournier gilt weithin als der „edelste und eleganteste Vertreter“ der Cellowelt. Sein Ton setzt nicht auf übertriebene Dynamik oder sentimentales Spiel, um den Zuhörer zu fesseln; stattdessen verfügt er über einen sehr natürlichen, warmen „goldenen Ton“. Naum Walters Klavierbegleitung ist außergewöhnlich gekonnt; sie drängt sich dem Cello niemals in den Vordergrund, sondern unterstreicht auf sehr zurückhaltende und präzise Weise die Schönheit von Fourniers Cellopassagen. Der Dialog zwischen den beiden Musikern ist fließend und zutiefst poetisch.
Die größte Stärke dieser Schallplatte liegt darin, dass das Schweizer Team von Triston Masters das originale analoge Masterband direkt und ohne jegliche digitale Bearbeitung verwendet und es mit einem Studer C37 in einem rein analogen Verfahren geschnitten hat.