
Swiss Broadcast Edition Volume 11
Label: Triston Master Recordings SCHOPPER Edition TMR-SE 0023
180 Gramm Pressung
Original Stereo Recording, 2. November 1972, Radio Bern.
Piano: Arturo Benedetti Michelangeli
Programm:
SEITE A
Robert Schumann – Carnaval, Op. 9 (18:30)
Préambule, Pierrot, Arlequin, Valse noble, Eusebius, Florestan, Coquette, Replique, Papillons,
A.S.C.H. S.C.H.A. (Lettres Dansantes), Chiarina, Chopin, Estrella, Reconnaissance
SEITE B
Robert Schumann – Carnaval, Op. 9 (14:02)
Pantalon et Colombine, Valse allemande, Paganini, Aveu, Promenade, Pause,
Marche des "Davidsbündler" contre les Philistins
SEITE C
Robert Schumann – Carnival Scenes from Vienna, Op. 26 (18:15)
Allegro, Romanze, Scherzino, Intermezzo
SEITE D
Robert Schumann – Carnival Scenes from Vienna, Op. 26 - Finale (05:33)
Encores
Edvard Grieg – Lyric Pieces, Op. 38: No. 1 – Berceuse (04:12)
Domenico Scarlatti – Sonata in A, K322 – Sonata in Cm, K11 (08:20)
Vinyl Schnitt: Simon Kummer von vinylaudio, Schweiz - www.vinylaudio.ch
Pressung: MEK Vinyl, Gossau, Schweiz - www.mekvinyl.ch
Produzent: SCHOPPER AUDIO, Jürg Schopper, Schweiz, - www.schopper.ch
Dieses Album ist eine exakte Reproduktion des originalen Mastertapes. Um die bestmöglichste Klangqualität zu garantieren wurden keinerlei digitale Geräte verwendet und Nachbearbeitungen vorgenommen.
Es handelt sich um eine handnummerierte limitierte Auflage von 300 Stück.
Auf Anfrage sind Testpressungen und Tape-Releases erhältlich.
Preis: auf Anfrage
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Review von Kenneth Woo, Mai 2026
Diese vom Schweizer Audiophilen-Label Triston Masters veröffentlichte Vinyl-Schallplatte von Arturo Benedetti Michelangeli – Piano Recital, Volume 11 präsentiert Michelangelis brillante Aufführung im Radio Bern, Schweiz, am 2. November 1972. Das Album enthält Werke von Schumann, Grieg und Scarlatti. Es handelt sich nicht nur um eine seltene Gesamteinspielung von Schumann durch Michelangeli, sondern auch um ein Dokument, das die Widersprüche im perfektionistischen Ansatz zur Improvisation aufzeigt. Jürg Schopper, Leiter von Triston Masters, hat dieser verschollenen Aufnahme neues Leben eingehaucht. Dieses bisher unveröffentlichte Album ist weltweit auf nur 300 Exemplare limitiert, jede einzelne handnummeriert und somit ein weiteres wertvolles Sammlerstück für Klassikliebhaber.
Arturo Benedetti Michelangeli (1920–1995), dieses italienische Klavierwunderkind, gilt als einer der grössten Pianisten des 20. Jahrhunderts und war für seinen extremen Perfektionismus bekannt. Wenn es um Musik ging, brachte er üblicherweise seine Steinway-Flügel der Modelle C und D mit, begleitet von einem Toningenieur. Michelangeli wurde von Kritikern und Fans als Eisberg der Klavierwelt oder als Architekt des Klangs beschrieben. Sein Leben war voller Widersprüche; er gab im Laufe seiner Karriere nur wenige hundert öffentliche Konzerte und die Zahl der abgesagten Auftritte überstieg wahrscheinlich die Zahl der tatsächlich gegebenen. Er sagte ein Konzert entschieden ab, wenn das Klavier, der Konzertsaal oder sein eigener körperlicher oder seelischer Zustand nicht optimal waren. Michelangeli hinterliess nur eine Handvoll kommerzieller Aufnahmen, aber jede einzelne gilt als der Heilige Gral des Repertoires. Seine Kontrolle über den Aufnahmeprozess war beinahe obsessiv. Darüber hinaus gab Michelangeli selten Interviews und war nicht bereit, sein Privatleben preiszugeben, sodass die Kunst seine Persönlichkeit in der Öffentlichkeit vollständig ersetzte.
Diese Schallplatte enthält Michelangelis komplettes signiertes Repertoire, stilistisch von der Romantik bis zum Barock. Michelangelis Fingersatz prägt die Melodien, das Zusammenspiel des Klaviers gleicht einem vollkommenen Flüstern. Das Album umfasst Schumanns "Karneval, Op. 9" und "Wiener Karneval, Op. 26", sowie Edvard Griegs "Wiegenlied" und Domenico Scarlattis "Klaviersonate in A-Dur, Op. 322". Das Eröffnungsstück, Schumanns "Karneval, Op. 9", wird von Michelangeli mit exquisiter Präzision interpretiert. Sein Anschlag ist klar und transparent, er offenbart unterschiedliche emotionale Schichten und lässt Schumanns romantische Ausgelassenheit und inneren Konflikt deutlich werden. Den kompletten "Wiener Karneval" spielt Michelangeli mit Introspektion und Reinheit; Passagen wie "Die Träumer" und "Der glückliche Bauer" sind atemberaubend zart, jede Note weckt Kindheitserinnerungen. Griegs Wiegenlied wird mit einer Fingertechnik gespielt, die so sanft ist wie das nordische Morgenlicht und eine zarte und tiefgründige Emotion vermittelt. Scarlattis Klaviersonate in A-Dur, op. 322, bildet den Abschluss des Albums, dessen präziser und leichter Anschlag dem Werk einen perfekten Ausklang verleiht.
Diese Live-Aufnahme von Michelangeli im Radio Bern, Schweiz, aus dem Jahr 1972 wurde von den Toningenieuren Hanus Slivera und Peter Bahren mit einem Studer C37 Röhrenrekorder sorgfältig aufgenommen. Sie wurde jedoch nie offiziell als Schallplatte veröffentlicht, und das Masterband blieb über fünfzig Jahre lang ungenutzt. Erst 2025 wurde es von Jürg Schopper, dem Leiter von Triston Master Recordings, wiederentdeckt. Der gesamte Produktionsprozess dieser Vinyl-Schallplatte erfolgte völlig ohne digitale Technologie oder elektronische Effekte. Vom Mastering über die Bearbeitung bis hin zum Pressen durfte es keinerlei Fehler geben. Der Toningenieur Simon Kummer verwendete für die Erstellung des Masterbandes eine Studer C37 Tonbandmaschine mit einem Neumann VMS-70. Die Pressplatte wurde von Stamper Disc Ltd. in Großbritannien gefertigt und anschließend vom renommierten Schweizer Vinylhersteller MEK Vinyl GmbH zu einer hochwertigen 33⅓-U/min-Schallplatte (180 g) gepresst. Während des gesamten Herstellungsprozesses scheute Jürg Schopper keine Mühen, Audiophilen die ultimative Klangqualität zu bieten. Der Hörtest ergab eine Klangqualität, die mit Tristons Black Brain Records vergleichbar war und ein extrem hohes Niveau erreichte. Das Grundrauschen war bemerkenswert gering; die über fünfzig Jahre alten Masterbänder wiesen dank gekonnter Nachbearbeitung eine exzellente Rauschunterdrückung mit bemerkenswert niedrigem Grundrauschen auf. Der Klavierklang war transparent und feinfühlig, mit einem klaren und differenzierten Anschlag und einem anhaltenden, melodischen Nachklang. Darüber hinaus wurde die Räumlichkeit originalgetreu wiedergegeben, sodass sich der Hörer fühlte, als wäre er im Aufnahmestudio und geniesse Michelangelis brillante Darbietung.
©2026 Iceman


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